Samstag, 8. Dezember 2007

Das Herz des Landes


Das ist der Zocalo in Mexiko City, ein riessiger unbebauter Platz mit 240 m Seitenlaenge, in dessen Mitte eine ueberdimensional grosse mexikanische Fahne weht. Dieser Platz ist das Zentrum des ganzen Landes, hier findet staendig irgendetwas statt, z.B. militaerische Paraden, nationale Feierlichkeiten, Demonstrationen... (im Moment ist eine Eisbahn aufgebaut, auf der sich die Mexikaner auf Schlittschuhen abmuehen) im Hintergrund die Catedral Metropolitana die groesste Kirche des amerikanischen Kontinents.
Die Stadt Tenochtitlan war auch der Mittelpunkt des Aztekenreichs bevor die Spanier Mexiko "entdeckten".
Der spanische Eroberer Hernan Cortes selbst schrieb 1520 an Kaiser Karl V, Tenochtitlan sei so gross, reich und schoen, dass seine Beschreibung dem Kaiser bestimmt unglaubhaft erscheinen wuerde, obwohl er nicht einmal imstande sei, "den tausendsten Teil zu erzaehlen". Nur ein halbes Jahr spaeter, war davon nichts mehr uebrig. Cortes und seine indianischen Hilfstruppen hatten Tenochtitlan im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleichgemacht.
Und so entstandt eine der groessten Staedte unserer Welt


ohne Smog waere die Sicht vom Torre Latinoamericana wohl besser...

Das ist ein gaengiges Mexico City Taxi, auch auf dem Zocalo, vor der ueppigen Holiday Inn Weihnachtsdekoration.


Es ist nicht leicht diese pulsierende, laute, bunte, voellig ueberfuellte Stadt auf Fotos zu bekommen

Freitag, 7. Dezember 2007

Ciudad de Mexico

So, jetzt habe ich es in die Hauptstadt geschafft.
Gestern morgen bin ich hier angekommen und das ist eine Umstellung von meinem beschaulichen Strandleben der letzten Wochen... es gefaellt mir aber sehr gut in dieser Riesenstadt (incl. aller Stadtteile 19,2 mio Einwohner!)
Gestern war ich noch mit bereits erwaehntem Australier auf den Strassenmaerkten unterwegs und abends haben wir uns von wild durch und nebeneinander spielenden Mariachi Kapellen auf dem Plaza Garibaldi unterhalten lassen. Mein Reisebegleiter ist dann aber heute morgen abgereist und so bin ich nach Wochen mal wieder alleine. Ich habe natuerlich gleich etwas serioeses unternommen und mich frueh morgens aufgemacht um mein Visa um 90 Tage zu verlaengern. Die Suche nach dem Migrationsbuero gestaltete sich allerdings etwas schwierig (ist besser versteckt als der heilige Gral) Nahcdem ich mindestens 35 Leute gefragt habe und 39 Richtung bekam (die Mexikaner geizen wahrlich nicht mit Richtungsangaben...), in der U-bahn im Zick Zack unter der Stadt rumgeduest bin, nach Stunden dann doch ein VW Kaefer Taxi rangewunken habe, musste ich festellen dass das Buero nur vormittags geoeffnet ist... naja, jetzt weiss ich ja wo es ist und kann montags wieder hingehen.

ich habe hier mal noch ein paar antworten auf die gaengigsten Fragen:
ja, es gefaellt mir sehr in Mexiko
nein, ich habe kein Heimweh,
ja, es ist super alleine unterwegs zu sein, nein, nicht gefaehrlich,
ja, mein spanisch ist mas o menos ok
nein, ich habe mich noch in einen mexikaner verliebt, und
nein ich weiss absolut nicht wann ich wieder nach hause komme

Montag, 26. November 2007

irgendwie komme ich hier nicht weiter....

:-)

ich bin immer noch in Puerto Escondido, allerdings ist Julia vor 10 Tagen abgereist und ich verbringe meine faulen Tage jetzt zusammen mit Ken, David (US) und Jason (AUS).
Dies ist nicht als richtiger Bericht zu werten, nur als Lebenszeichen damit ihr Euch keine Sorgen macht

Mittwoch, 14. November 2007

Faul sein ist wunderschoen


ich bin am Hoehepunkt des Nichtstuns angelangt. Das heisst: ich mache den ganzen Tag absolut nichts!
Gestern zum Beispiel habe ich mich stundenlang in einem 2nd hand Buchladen aufgehalten, Kaffe getrunken und abwechselnd in deiversen Reisefuehrern gelesen und aufs gleissend helle Meer geschaut.
(Die Weilt ist weit, die Welt ist schoen, wer weiss ob wir uns wiedersehn)

Ich bin zwei Stunden noerdlich von Mazunte in Puerto Escondido das ist ein absoluter Surfer Hot Spot und dementsprechend hoch sind auch die Wellen.

Im Moment bin ich mit Julia aus Frankfurt unterwegs, die eigentlich mit ihrem Freund Jochen reist, ihn aber am letzten Strand zurueckgelassen hat und mit mir weitergezogen ist.

Letzen Samstag waren wir an einem riesigen "los Tigros del Norte" Konzert, inmitten von tausenden Cowboyhutentragenden "leicht angetrunkenen" Mexikanern. Das ganze haette um 21:00 Uhr anfangen sollen und dann wurde es durch unzaehlige jauchzende Mariachi Vorbands doch 1:00 Uhr bis zum Auftritt der Topstars. Die Mexikaner haben natuerlich schon einen riesen Rabatz gemacht, mit Bechern geworfen und wuetend im Staub gestampft....

Wie gesagt, ansonsten gibt es hier nicht viel zu berichten, ausser vielleicht dass ich neulich beim Fruehstueck am Strand Delfine gesichtet habe. (Die Delfine waren natuerlich im Wasser)

In dieser bruetenden Hitze unter Palmen in der man sich ueber jedes kleine Lueftchen freut, ist es sehr schwer sich vorzustellen, das zu hause bald Advendszeit ist.

Montag, 5. November 2007

mehr Meer



ich befinde mich gerade in Mazunte, einem klitzekleinen Ort am Pazifik, nahe Puerto Angel.

Leider ist das internet hier etwas steinzeitmaessig unterwegs, deswegen kann ich die ganze Oaxaca- dia de los Muertos Geschichte nicht bildlich darstellen... Es war auf jeden Fall ein Erlebniss, abends auf dem Friedhof mit mariachi Kapellen und Tequilatrinkenden Mexicanern, ueberall in der Stadt Altare mit Kerzen, Blumen und Zuckertotenkoepfen...

Aber jetzt ist es wieder ruhig, ich wohne in meiner Haengematte auf einem kleinen Huegel oberhalb vom Strand. So schoen ruhig nachts, weit und breit niemand, 1000 Sterne, ab und zu sieht man eine Sternschnuppe oder ein Gluewuermchen schwirrt vorbei, Grillen zirpen, das Meer rauscht...
Heute wurde ich von 3 Jungen Katzen geweckt die meine Haengematte attakiert haben, aber gerade rechtzeitig um den Sonnenaufgang ueber dem Meer zu beobachten. Dann wurde es allerdings gleich warm und ich musste an den Strand umziehen...

Also, falls ihr nie wieder was von mir hoert findet ihr mich hier, jeden Tag frischen Fisch essend und im Meer schwimmend