"Toll! War es schon immer Dein Traum einen eigenen Laden zu haben!?!"
NEIN, es ist auch nicht traumhaft dauernd in einem Laden rumzustehen und ohne Fluchmöglichkeit irgendwelchen redseligen Leuten ausgesetzt zu sein die dann doch gar nichts oder vielleicht nur ein Tässchen Kaffee kaufen...
Warum es trotzdem super ist und richtig Spaß macht versuch ich jetzt mal kurz zu erläutern:
Anfang des Jahres 2013 waren wir zu fünft in einem Restaurant in Lörrach essen. Das Essen war teuer, geschmacklich eher mittelmässig und der Service nicht mal das. Also alle mehr oder weniger frustriert nach hause und schnell eine gute Flasche Spanischen Wein entkorkt! Das hebt die Stimmung. Dann ging es auch schon los mit der Ideenwerkstatt.
Fragen kamen auf wie: Warum ist es so schwer ein Geschäft zu finden in dem man anständig behandelt wird und sich als Kunde nicht vorkommt als ob man die Angestellten beim miteinander sprechen stört?
Warum ist es so schwer in einem Laden irgendwie eine ehrliche Beratung ohne falsches Lächeln zu bekommen.
Warum machen wir nicht irgendwas mit spanischen Produkten?
dann wurden verschiedene Möglichkeiten von Tapas-Kneipe bis hin zum Großimport erwogen. Raus kam dann: ein Weinladen mit Café Ausschank. Alle anwesenden Weintrinker waren sich einig, das müsste machbar sein!
Ein paar Tage später gings dann los mit Eingaben bei Google: Wie mache ich einen Laden auf?
Welche Gesellschaftsform ist für mich die richtige. Raus kommt da unterm strich außer irgendwelchen hochdramatischen Geschichten über verschuldete Friseursalons und weitere tragische Einzelschicksalen nix.
Das Logo und der Name ging am schnellsten. Das fällt leicht, das sieht man dann schon vorm inneren Auge; aufgedruckt auf Visitenkarten, Bannern, einer Flotte Firmenwagen, Lastwagen usw ;)
Dann braucht es ja auch noch Ware und ein Ladenlokal. Um eine ungefähre Idee über spanische Weine in Deutschland zu bekommen sind wir nach Berlin zu unserem ersten Lieferanten gereist. Ein unterirdisches Lager unvorstellbarer Größe zu dem man über eine kleine Treppe in einem Hinterhof gelangt (nichts illegales). Da wurde das Sortiment bestimmt, in der Hoffnung dass sich bald ein Ladenlokal ergibt ...
Dann war ein paar Wochen Ruhe begleitet von einer halbherzigen Suche nach den passenden Räumlichkeiten. Im Prinzip gab es nur ein Lokal das uns ansprach.
Der Makler hat uns allerdings angedeutet dass es einige Interessierte gäbe und die Entscheidung wohl noch eine Weile auf sich warten ließe..
Derweil haben wir testweise Freunden und Verwandten von der Idee erzählt.. so ein Laden mit Alkohol und Leckereien war für viele vorstellbar und wir bekamen verhaltenen Zuspruch (zu weit möchte sich da ja auch niemand aus dem Fenster lehnen und zu einer Existenzgründung zu raten;) )
Irgendwie haben wir dann mal ausgerechnet wie viele Wochenstunden Arbeit das für beide wäre weil man ja "nebenher" auch noch Geld zum Leben verdienen muss, und dass es ja dann irgendwie schwierig ist zusammen in Urlaub zu fahren und überhaupt haben wir dann beschlossen das ganze doch nicht zu machen.
Klar dass dann ein paar Tage später Anfang Mai der Makler anrief und uns mitteilte dass wir eine Runde weiter sind und der Vermieter uns kennen lernen will.
Ich bin dann alleine hingegangen weil es wie gesagt schon verworfen war. Als sich dann der Makler wieder bei uns gemeldet hat dass wir das Lokal in der Leopoldstrasse bekommen waren wir in der Zwickmühle.
Dass wir es wahrscheinlich ewig bereut hätten uns gegen das Projekt zu entscheiden war der Anlass die Sache mit Vollgas in Angriff zu nehmen. Zum Glück :)
Nach ein wenig Kosmetik und Beschaffung von Regalen, Kaffeemaschine, Produkten und viel Motivation gings am 5.Juli 2013 los!
So haben wir nun das Vergnügen mit unserer BODEGUITA selbst ständig zu sein... und auch schon ein bisschen erfolg reich.
www.cafeytinto.de
Eins, zwei, drei im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit, schaffen, schuften, werden älter, träger, müder und auch kälter. Bis auf einmal man erkennt, daß das Leben geht zu End! Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freunde, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur, darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's: Reise, reise! Wilhelm Busch
Donnerstag, 16. Januar 2014
Donnerstag, 9. August 2012
Baskenland, oh Du meine Heimat
(oder eher Wahlheimat eben)
Man
kann sich ja denken daß es ganz lustig ist wenn 2 Schwarzwälder Eltern
auf 2 Baskische Eltern treffen oder treffen müssen weil sich Ihre Kinder
schon länger mal getroffen haben, dass es aber dann kulturell und
verständigungsmässig ganz unkompliziert war hat mich doch etwas
überrascht. So geschehen unlängst als ich mit meinen Eltern zu Xeber‘s
Eltern gedüst bin.
Bei dieser Reise kam mal
wieder ganz deutlich ans Tageslicht, dass auch 1000 km und die
unterschiedlichsten Wurzeln im Prinzip nicht viel ausmachen was das
typische Verhalten von Vätern und Müttern im fortgeschrittenen Alter
angeht ;-) Die Väter sind mit einer Zigarre
und einem Gläschen Wein im Glück, wobei da gäbe es für den Markgräfler
doch zu bemängeln dass eben nur ein Gläschen anstelle eines ¼ Liters
serviert wird, aber sei‘s drum es wird ja nachgeschenkt.
Die
Damen sind zufrieden wenn sie ein bisschen was erzählen können. Im
Prinzip reicht es dann auch schon wenn man zumindest das Gefühl hat dass
die „Gegenmutter“ schon weiß was gemeint ist.
| ich |
So verbringen wir bei herrlichem Sonnenschein eine abwechslungsreiche Woche. Hier noch ein paar Bilder um sich einen Einblick zu verschaffen. Ich weiss nicht wie oft ich wahrscheinlich schon immer dieselben Motive knipse und vermutlich auch noch wiederholt poste :-)
Samstag, 21. Juli 2012
Ligo Krasi Ligo Thalassa
Die Vorraussetzungen für diese 1 Wöchige kurzreise waren natürlich auch schon von Anfang an vielversprechend, los geht's mit Sabrina und der HariBAIR gen Süden.
sehr EMPFEHLENSWERT...
Dienstag, 3. April 2012
la mar
Sonntag, 11. Dezember 2011
Fest der Familie, mit allem was dazu gehört
Immer mit dem festtagsschmaus
Da geht die Diskussion schon los
Was kochen wir in dem Jahr bloß
„Ein Braten“ schreit der Vater laut
„Oder Gans mit knusprig Haut
Fleisch ja wohl auf jeden Fall
Alles andre kommt nicht zur Wahl!“
Der Schwiegertochter schmeckt es nicht,
sie will kein tierisches Gericht!
Die Tante findet Ente auch nicht gut
Fest des Friedens ohne Blut!
Und wenn schon Fleisch dann nicht so fett
Das geht sonst nicht mehr von der Hüfte weg
Dann der Stress mit den Geschenken ,
daran will ich gar nicht denken
Was für ein Baumschmuck, was ist der passende farbenton?
Fest der Liebe bitte ohne Diskussion!
Der Tag des Festes fängt schon morgens an
Mit vorbereiten fürs essen stundenlang.
Dann wir noch zum Bahnhof gerauscht
Kurz vor knapp sind dann alle im weihnachtlichen Haus.
Schnell noch geduscht der Vater schreit:
„Es liegt noch kein Hemd für mich bereit“
Jetzt geht’s los mit einem Glas Sekt,
etwas das ausnahmsweise allen schmeckt.
Zu Tisch, zu Tisch, alle sind bereit
Und schon entbrennt der erste Streit
Es wird gefachsimpelt und zwar nicht zu knapp
Vielleicht löst man es am besten mit: „Rübe ab“
Ab zur Bescherung unter den brennenden Baum,
eines jeden Kindes Traum
Weniger Geschenke sollen es dieses Jahr sein?
Und dann kommt man wieder fast nicht zur Bürotür rein.
Harry Belafonte ersetzt das Orgelkonzert
Alle Jahre wieder, wird er gehört.
Nach der Bescherung mit schönen Geschenken
Kann man dann doch wieder ans essen denken
Voll Stolz wird etwas brutzelndes aus dem Ofen präsentiert
Und mit Gemüse daneben garniert.
Je länger der Abend desto besser der Wein
Darf es noch ein Gläschen sein?
Vorsicht ist angebracht: Trink nicht so viel,
oder vielleicht doch noch einen Schnaps, aber bitte recht kühl.
Schon geht’s weiter mit dem Wortgefecht
Mal schauen, wer hat denn in diesem Jahr recht.
Emotionen wildes Geschrei,
doch nie kommt es zur Keilerei
Familie und Weihnachten das passt nicht zusammen
Und doch lässt sich der Fluch des Datums nicht bannen.
Alle miteinander an einem Tisch
Egal ob mit Gemüse, Fleisch oder Fisch.
Trotz des Gezeters es wird viel gelacht,
Das ist es genau was eine Familie ausmacht.
Es gibt so viele Menschen auf unserer Welt
einsam und ohne einen Pfennig Geld
Ich bin sicher wenn man sie fragt was wollen sie am liebsten haben
Keinen Reichtum, keine Gaben;
Jemand zum Streiten, lachen und fröhlich sein
Sie wünschen sich in den Kreis einer Familie hinein.
Mir scheint es wichtig eine Tradition zu erkennen
Und nicht aus einer Laune davor wegzurennen.
Ich kenne niemanden der sich vorm Heiligabend drückt
Und mir erscheint das echt verrückt.
Egal ob man diskutiert und sich empört
Fest der Familie, aber mit allem was dazu gehört
Dienstag, 1. November 2011
Insel der Ruhe
Ich spreche von Mallorca. Da war ich nämlich mit Anuschka im Oktober eine abwechslungsreiche Woche lang. Absolut empfehlenswert; stille Buchten, karge Felsen, Orangengärten, Palma-die grösste Altstadt Europas, maurische Architektur, farbenfrohe Märkte, Palmen, turbulente Strassencafes und vieles mehr.
Wir haben in 7 Tagen wirklich ein abwechslungsreiches Programm gehabt, zum Beispiel eine wunderbare Zugfahrt mit einer historischen Eisenbahn durch die Plantagen von Zitrusfrüchten zur lebendigen Kleinstadt Soller. Orangen machten den Ort reich. Und noch heute werden die süssen Früchte in alle Welt exportiert.
Auch sehr eindrucksvoll war der Ausflug zum Cap Formentor. Immer wieder liessen sich wohl Maler und Dichter von den bizarren Felsformationen beeindrucken , zwischen die sich türkisblaue Buchten mit winzigen, schneeweissen Sandstränden schieben. Auf einer Panoramastrasse die ihrem Namen alle Ehre macht brausen wir mit Mietwagen "Carlo" von Port de Pollenca 20 kurvige Kilometer zur Nordspitze der Insel dem Cap Formentor.
Die Kathedrale an sich ist schon eine Sehenswürdigkeit. Eigebettet zwischen Hafen mit Palmenalleen an der Uferfront und der verwinkelten Altstadt throhnt sie mayestätisch über einer der reizfollsten Städte des Mittelmeerraums. Palma ist eine Shoppingfalle; so viele schöne Geschäfte mit unterschiedlichsten Dingen, da fällt es schwer sich am Ende des Tages nicht mit 20 Einkauftüten am Arm wiederzufinden. (Wir schaffen es mit ca 10)
Samstag, 6. August 2011
Westweg
Tag 1
slow,slow,slow ist die Devise für die nächsten Tage.
Nach wettermässig verzögertem Aufbruch geht es am Montag 25.7.2011 mit dem Zug nach Pforzheim. Der Waggon ist voll und ein leichter Duft nach Sekt schwebt in der Luft. Verursacher dessen ist eine fünfköpfige Gruppe Mitvierziger-Prosecco-Drosseln die fröhlich gackernd in unsere Nähe sitzt und zu irgendeinem Vereinstreffen gen Norden rauschen.
Meine Stimmung ist etwas verhalten zum einen weil ich gerade in der Zeitung einen Atikel über den Massenmord in Utöya gelesen habe, zum anderen weil ich mir nicht so richtig vorstellen kann was mich in den nächsten 12 Tagen erwartet.Ich spekuliere darauf dass man sich ans tagelange Laufen gewöhnt. Vom Zug aus kann man den ganzen hügeligen Scchwarzwald schon sehen, den es zu durchlaufen gilt.
In Pforzheim ist schon ab dem Bahnhof alles super mit der roten Raute markiert und nach einem kleinen Einkauf im dm-markt sind wir schon am "Kupferhammer" der goldenen Pforte von der Goldstadt Pforzheim. Dort starten auch noch Ost- und Mittelweg und eben unser 280 km langer Westweg. Wir marschieren los und es geht schon gleich wild bergauf und bergab. Schon die ersten 10 km der Strecke sind sehr vielfältig. Nach einem Abendessen im Ochsen in Neuenbürg geht es gleich einen wahnsinns steilen Berg hoch, wir werden nach dem Anstieg mit einem super Schlafplatz auf der Plattform einer Sternwarte belohnt. Wir schlagen unser Zelt auf und geniessen die phantastische Abendstimmung.
Allerdings ist die gemütliche Zweisamkeit von kurzer Dauer, ein Axel mit der gleichen Schlafidee gesellt sich zu uns. Garade als alles gerichtet ist und wir Salami gegen Wegbeschreibung tauschen ist es ebenso mit der gemütlichen Dreisamkeit vorbei, zwei Security- Mitarbeiter räumen unser Lager, weisen uns aber freundlicherweise einen Platz am nahen Waldrand zu. Beim letzten Büchsenlicht ziehen wir also um und nach einen Blick auf die "Pfälzer Höhe" und in die Rheinebene gehts ab ins Zelt.
Tag 2, Schwaner Warte (480 m) - Forbach (303 m) 34 km
Nach einer gemütlichen Nacht packen wir bei leichtem Nieselregen alles zusammen. Wir marschieren ins 8 km entfernte Dobel zum Frühstück, Dobel wäre das eigentliche Etappenziel von Tag 1 gewesen.
Dort treffen wir wieder auf Axel, der zwar schon viel früher aufgebrochen ist, sich aber ab und zu verläuft. Zu dritt geht es also mit kurzweiligen Gesprächen und wunderschönen Panoramablicken tiefer in den Nordschwarzwald. Am Hohenlohturm (986 m) schlägt der Regen zu und es schüttet wie aus Eimern. Wir warten an einem Unterstand ob das wohl besser wird, damit wir den berüchtigt steilen 8km langen Abstieg nach Forbach wagen können. Ein Königreich für eine Regenhose.
Als der Regen nachzulassen scheint gehen wir los und tatsächlich lässt wird es weniger. Wir brauchen für die 8km 3 Stunden. Es wird schon langsam Dunkel und wir machen uns auf die Suche nach einer Pension. Ich finde 20€ am Boden und somit ist das Doppelzimmer für uns gleich um die Hälfte billiger. Nach wohlverdientem italienischen Abendessen, fallen wir totmüde und auf besseres Wetter hoffend ins Bett.
Tag 3, Forbach (303m) - Unterstmatt (928m) 19 km
Nach einem super hausmacherfrühstück müssen wir uns leider schon wieder von Axel verabschieden. Er hat Blasen an den Füßen die ein weiterlaufen unmöglich machen.
So gilt es für uns bei sehr vielversprechendem Wetter die 700 Höhenmeter zum Seekopf zu erklimmen. Dieser Ort macht seinem Namen alle Ehre denn als wir über die Kuppe ins andere Tal blicken sehen wir das schwarze Wolken-Unheil schon auf uns zukommen. Es giesst in Strömen und wenn man mal so eine Schutzhütte braucht ist natürlich keine da! Nicht mal ein Baum zu unterstehen. Wir quetschen uns Notdürftig in das unterholz von einer Schwarzwaldtanne und harren aus bis das Schlimmste vorbei ist. Das Wetter wird nicht wirklich besser und unsere Pläne am Mummelsee zu zelten fallen ins Wasser. Wir laufen weiter und ab und zu reisst die Wolkendecke auf und lässt die Aussicht erahnen, die anscheinend bei schönem Wetter Sicht bis zum Strassburger Münster erlaubt. Für uns eher nicht, das schlechte Wetter nötigt uns in Unterstmatt in einer Herberge Nachtquartier zu beziehen. Der Wirt ist ein Hüttenwirt aus dem Bilderbuch, seine Gaststube auch und nach dem Essen gibt er selbstverständlich eine Lokalrunde Schnaps aus.
Tag 4, Unterstmatt (928m) - Hilda Hütte (914m), lange 32,5 km
Ausgeruht und gestärkt geht´s bei bewölktem Himmel los auf die Hornisgrinde den mit 1166m höchsten Berg im Nordschwarzwald. Der Gipfel ist vom Nebel umzogen und kombiniert mit der Moorlandschaft gibt es dem ganzen eine recht mystische Note.
Gleich danach kommen wir zum sagenumrankten Mummelsee, leider ist alles ein wenig zu düster um sich in die Badehose zu schwingen. Es geht weiter auf und ab über sämtliche grosse und kleine Gipfel. Wir machen eine Rast und essen im etwas teureren Restaurant "Schliffkopf" weil wir nicht sicher sind ob noch eine weitere Essmöglichkeit kommt auf dieser Strecke. Zum Glück! denn das Ente der Etappe stellt sich als verwaistes Gasthaus dar, dass die goldenen Zeiten hinter sich hat. Wir laufen also weiter auf unserem Weg, bis wir nach sehr langen 4,5 km an eine Schutzhütte gelangen wo wir unser Zelt aufschlagen. Leider haben wir als Vorrat nur noch ein Stück Salami, einen Apfel und ein Paar Honiggummibärchen.
Tag 5, Hilda Hütte (914m) - Hausach (237m) 28km
Der Tag beginnt mit einem spärlich Frühstück bei Sonnenschein mitten im Wald. Streckenmässig ist die Etappe wunderschön und lenkt vom aufkommenden Hunger ab.
Schlussendlich laufen wir noch 12 km bergauf und bergab durch des Schwarzwalds Wildniss, bis wir an den Harkhof gelangen. Dort lassen wir uns erschöpft auf der Terasse nieder und essen ein unglaublich leckeres Bauernvesper mit selbstgemachter Wurst, Bibeliskäs, Speck und Buurebrot.
Beschwingt (und bergab) geht es weiter ins Kinzigtal. Schon wieder ist es regnerisch, zelten fällt aus. Die Zimmer scheinen alle teuer oder ausgebucht. Gerade stehen wir vor einer Kneipe auf der Strasse und überlegen was zu tun ist, da laden uns zwei Typen zu einem Bier ein und telefonieren die ganzen Unterkünfte durch bis sie fündig werden. Der spanische Chef von der "Blume" düst persönlich her und holt uns ab.
Das Laufen scheint tagsüber gar nicht so anstrengend, aber wenn man nach einer heissen Dusche so ein gemütliches Bett vor sich hat ist der Tag schnell beendet ;-)
Tag 6, Hausach (237m) - Willhemshöhe bei Schonach (974m) 20 steile Km
Die Karawane zieht weiter.
Das der Westweg den Untertitel "Der Klassiker - Über die höchsten Gipfel des Schwarzwaldes" trägt, war mir vor Beginn dieser Reise nicht bewusst. Umso mehr an diesem Tag beim Aufstieg auf den Farrenkopf mit 600 Höhenmetern in 5,5 Km! Die ganze Etappe gestaltet sich bergig und daher auch recht anstrengend. Wie immer zieht es gegen Abend zu und ein kalter Wind weht auf. Spontan beenden wir die Etappe 1 Km vor dem eigentlichen Tagesziel und mieten uns zu einem Top-Preis in idyllischer Lage ein Zimmer im Silberberghof.
Wir treffen auf ein Ehepaar aus Basel, die uns berichten wie sie selbst anno 1991 den Westweg gegangen sind, mit 18 KG schweren Rucksäcken. Die Frau erzählt dass sie schon Wochen vorher mit zeitungen und Steinen beladen Rucksäcken "ins Dütsche sin, zum trainiere".oh mann....
Tag 7, Silberberghof (970m) - Schweizer Hof (1040m) 29 km
Den fehlenden Km vom Vortag haben wir schnell abgelaufen und nach der eigentlichen Etappe zur Kalten Herberge und einer Kaffepause mit Schwarzwälder am Aussichtsturm von Brend (1149m) sind wir so motiviert dass wir frohen Mutes weitermarschieren.
Nach einem leckeren Abendessen im "Schweizer Hof" schlagen wir an einem Waldrand neben einer Kuhherde unser Zelt auf. Panoramasonnenuntergang.
Tag 8, Schweizer Hof (1040m) - Titisee (858m) Mini-Etappe mit 14,5 km
Das ganze Tal ist von Frühnebel durchzogen, aber schon bald setzt sich die Sonne durch. Am frühen Nachmittag kommen wir mitten im sommerlichen Trubel am Titisee an und stürzen uns erst mal in das saubere Wasser. Später schlendern wir durch die Fussgängerzone und ich staune nicht schlecht, habe ich doch so was touristisches in der eigenen Heimat noch nie gesehen. Zwischen Verkaufsständen mit Bierkrügen, Kukuksuhren, Postkarten, Speckstücken und Stoffeichhörnchen (!) hört man ständig fremde Sprachen.
Es ist wirklich ein schöner Platz sich ein bisschen zu erholen und so beschliessen wir spontan einen Ruhetag einzulegen. Auf einem Campingplatz direkt am See haben wir gleich unser Zelt aufgeschlagen und schon sitzen wir bei einem kühlen Weizenbier in richtiger Urlaubsstimmung direkt am Wasser.
Tag 9, Schwarzwaldurlaubstag
Mit strahlend blauem Himmel! Tretbootfahren, schwimmen, Eis essen und bummeln! Herrlich.
Tag 10, Titisee (858m) - Wiedner Eck (1037m) 26km
Als wir unser Zelt abbauen nieselt es schon wieder! Nichts wie weg Richtung Feldberg. Der Aufstieg auf den höchsten Berg des Schwarzwaldes (1495m) ist zum Glück weit weniger anstrengend als angenommen und wir sind schnell und sogar ohne Regen auf dem Gipfel.
Der Abstieg gestaltet sich mit zunehmender Bewölkung und wir retten uns gerade vor einem Schauer in die Stübenwasenstube zu einem leckeren Stück Schwarzwälder. Bei starker Bewölkung geht es weiter über den Notschrei (1121m) zum Wiedner Eck wo wir uns kurz vor einem Wolkenbruch gerade noch ins Haus Talblick flüchten.
Tag 11, Wiedner Eck (1037) - Belchen (1415m) - Blauen (1167m) - Egisholz (350m) 36km
Auf geht's auf den Belchen. Der Gipfel hängt im Nebel und die Aussicht ist mässig. Vielleicht ist es besser dass man nicht vom Belchen bis zum Blauen sieht, denn das wäre bestimmt recht demotivierend gewesen. Der Abstieg vom Belchen ist steil und die Strecke zum Blauen zieht sich ewig in die Länge und wird am Schluss von einem sehr steilen Aufstieg gekrönt.
Der Ausblick vom Blauen ist sehr schön, fast schon wie aus einem Flugzeug. Man sieht jetzt auch den Belchengipfel und er scheint sehr weit entfernt. Leider ist das Restaurant auf dem Blauen sehr schmuddelig, so kaufen wir uns nur ein snickers und machen uns über die Saussenburg an den Abstieg nach Kandern, die letzten Kilometer ziehen sich wie Kaugummi und wir sind froh als wir endlich ankommen. Noch besser wird es als wir bei Marc und Nadine ein kühles Waldhaus-Bier bekommen :-)
Nach einem kurzen Einkauf im Hieber geht es weiter nach Egisholz, wo wir dann ganz schön erschöpft ankommen und da stellt sich auch schon so was wie ein Zielgefühl ein.
Tag 12, Egisholz (350m) - Basel (260m) 19km
Letzter Wandertag. Nach gemütlichem Frühstück laufen wir über Nebenau, Hasenmatt, Lucke und Tüllinger nach Basel. Geschafft, 280 km zu Fuss!
Der Westweg war wirklich eine Interessante Art den Schwarzwald zu entdecken und ist auch von der Anstrengung her zu meistern. Es waren abwechslungsreich 12 Tage und ich kann mir gut vorstellen in Zukunft öfter Laufferien zu machen.
Die Wegübersicht kann man unter http://westweg.de/pdf/westweg_karte.pdf anschauen
überhaupt ist die Seite www.westweg.de sehr informativ
slow,slow,slow ist die Devise für die nächsten Tage.
Nach wettermässig verzögertem Aufbruch geht es am Montag 25.7.2011 mit dem Zug nach Pforzheim. Der Waggon ist voll und ein leichter Duft nach Sekt schwebt in der Luft. Verursacher dessen ist eine fünfköpfige Gruppe Mitvierziger-Prosecco-Drosseln die fröhlich gackernd in unsere Nähe sitzt und zu irgendeinem Vereinstreffen gen Norden rauschen.
Meine Stimmung ist etwas verhalten zum einen weil ich gerade in der Zeitung einen Atikel über den Massenmord in Utöya gelesen habe, zum anderen weil ich mir nicht so richtig vorstellen kann was mich in den nächsten 12 Tagen erwartet.Ich spekuliere darauf dass man sich ans tagelange Laufen gewöhnt. Vom Zug aus kann man den ganzen hügeligen Scchwarzwald schon sehen, den es zu durchlaufen gilt.
In Pforzheim ist schon ab dem Bahnhof alles super mit der roten Raute markiert und nach einem kleinen Einkauf im dm-markt sind wir schon am "Kupferhammer" der goldenen Pforte von der Goldstadt Pforzheim. Dort starten auch noch Ost- und Mittelweg und eben unser 280 km langer Westweg. Wir marschieren los und es geht schon gleich wild bergauf und bergab. Schon die ersten 10 km der Strecke sind sehr vielfältig. Nach einem Abendessen im Ochsen in Neuenbürg geht es gleich einen wahnsinns steilen Berg hoch, wir werden nach dem Anstieg mit einem super Schlafplatz auf der Plattform einer Sternwarte belohnt. Wir schlagen unser Zelt auf und geniessen die phantastische Abendstimmung.
Tag 2, Schwaner Warte (480 m) - Forbach (303 m) 34 km
Nach einer gemütlichen Nacht packen wir bei leichtem Nieselregen alles zusammen. Wir marschieren ins 8 km entfernte Dobel zum Frühstück, Dobel wäre das eigentliche Etappenziel von Tag 1 gewesen.
Dort treffen wir wieder auf Axel, der zwar schon viel früher aufgebrochen ist, sich aber ab und zu verläuft. Zu dritt geht es also mit kurzweiligen Gesprächen und wunderschönen Panoramablicken tiefer in den Nordschwarzwald. Am Hohenlohturm (986 m) schlägt der Regen zu und es schüttet wie aus Eimern. Wir warten an einem Unterstand ob das wohl besser wird, damit wir den berüchtigt steilen 8km langen Abstieg nach Forbach wagen können. Ein Königreich für eine Regenhose.
Tag 3, Forbach (303m) - Unterstmatt (928m) 19 km
Nach einem super hausmacherfrühstück müssen wir uns leider schon wieder von Axel verabschieden. Er hat Blasen an den Füßen die ein weiterlaufen unmöglich machen.
So gilt es für uns bei sehr vielversprechendem Wetter die 700 Höhenmeter zum Seekopf zu erklimmen. Dieser Ort macht seinem Namen alle Ehre denn als wir über die Kuppe ins andere Tal blicken sehen wir das schwarze Wolken-Unheil schon auf uns zukommen. Es giesst in Strömen und wenn man mal so eine Schutzhütte braucht ist natürlich keine da! Nicht mal ein Baum zu unterstehen. Wir quetschen uns Notdürftig in das unterholz von einer Schwarzwaldtanne und harren aus bis das Schlimmste vorbei ist. Das Wetter wird nicht wirklich besser und unsere Pläne am Mummelsee zu zelten fallen ins Wasser. Wir laufen weiter und ab und zu reisst die Wolkendecke auf und lässt die Aussicht erahnen, die anscheinend bei schönem Wetter Sicht bis zum Strassburger Münster erlaubt. Für uns eher nicht, das schlechte Wetter nötigt uns in Unterstmatt in einer Herberge Nachtquartier zu beziehen. Der Wirt ist ein Hüttenwirt aus dem Bilderbuch, seine Gaststube auch und nach dem Essen gibt er selbstverständlich eine Lokalrunde Schnaps aus.
Tag 4, Unterstmatt (928m) - Hilda Hütte (914m), lange 32,5 km
Ausgeruht und gestärkt geht´s bei bewölktem Himmel los auf die Hornisgrinde den mit 1166m höchsten Berg im Nordschwarzwald. Der Gipfel ist vom Nebel umzogen und kombiniert mit der Moorlandschaft gibt es dem ganzen eine recht mystische Note.
Tag 5, Hilda Hütte (914m) - Hausach (237m) 28km
Der Tag beginnt mit einem spärlich Frühstück bei Sonnenschein mitten im Wald. Streckenmässig ist die Etappe wunderschön und lenkt vom aufkommenden Hunger ab.
Beschwingt (und bergab) geht es weiter ins Kinzigtal. Schon wieder ist es regnerisch, zelten fällt aus. Die Zimmer scheinen alle teuer oder ausgebucht. Gerade stehen wir vor einer Kneipe auf der Strasse und überlegen was zu tun ist, da laden uns zwei Typen zu einem Bier ein und telefonieren die ganzen Unterkünfte durch bis sie fündig werden. Der spanische Chef von der "Blume" düst persönlich her und holt uns ab.
Das Laufen scheint tagsüber gar nicht so anstrengend, aber wenn man nach einer heissen Dusche so ein gemütliches Bett vor sich hat ist der Tag schnell beendet ;-)
Tag 6, Hausach (237m) - Willhemshöhe bei Schonach (974m) 20 steile Km
Die Karawane zieht weiter.
Das der Westweg den Untertitel "Der Klassiker - Über die höchsten Gipfel des Schwarzwaldes" trägt, war mir vor Beginn dieser Reise nicht bewusst. Umso mehr an diesem Tag beim Aufstieg auf den Farrenkopf mit 600 Höhenmetern in 5,5 Km! Die ganze Etappe gestaltet sich bergig und daher auch recht anstrengend. Wie immer zieht es gegen Abend zu und ein kalter Wind weht auf. Spontan beenden wir die Etappe 1 Km vor dem eigentlichen Tagesziel und mieten uns zu einem Top-Preis in idyllischer Lage ein Zimmer im Silberberghof.
Tag 7, Silberberghof (970m) - Schweizer Hof (1040m) 29 km
Den fehlenden Km vom Vortag haben wir schnell abgelaufen und nach der eigentlichen Etappe zur Kalten Herberge und einer Kaffepause mit Schwarzwälder am Aussichtsturm von Brend (1149m) sind wir so motiviert dass wir frohen Mutes weitermarschieren.
Tag 8, Schweizer Hof (1040m) - Titisee (858m) Mini-Etappe mit 14,5 km
Das ganze Tal ist von Frühnebel durchzogen, aber schon bald setzt sich die Sonne durch. Am frühen Nachmittag kommen wir mitten im sommerlichen Trubel am Titisee an und stürzen uns erst mal in das saubere Wasser. Später schlendern wir durch die Fussgängerzone und ich staune nicht schlecht, habe ich doch so was touristisches in der eigenen Heimat noch nie gesehen. Zwischen Verkaufsständen mit Bierkrügen, Kukuksuhren, Postkarten, Speckstücken und Stoffeichhörnchen (!) hört man ständig fremde Sprachen.
Tag 9, Schwarzwaldurlaubstag
Mit strahlend blauem Himmel! Tretbootfahren, schwimmen, Eis essen und bummeln! Herrlich.
Tag 10, Titisee (858m) - Wiedner Eck (1037m) 26km
Als wir unser Zelt abbauen nieselt es schon wieder! Nichts wie weg Richtung Feldberg. Der Aufstieg auf den höchsten Berg des Schwarzwaldes (1495m) ist zum Glück weit weniger anstrengend als angenommen und wir sind schnell und sogar ohne Regen auf dem Gipfel.
Tag 11, Wiedner Eck (1037) - Belchen (1415m) - Blauen (1167m) - Egisholz (350m) 36km
Auf geht's auf den Belchen. Der Gipfel hängt im Nebel und die Aussicht ist mässig. Vielleicht ist es besser dass man nicht vom Belchen bis zum Blauen sieht, denn das wäre bestimmt recht demotivierend gewesen. Der Abstieg vom Belchen ist steil und die Strecke zum Blauen zieht sich ewig in die Länge und wird am Schluss von einem sehr steilen Aufstieg gekrönt.
Nach einem kurzen Einkauf im Hieber geht es weiter nach Egisholz, wo wir dann ganz schön erschöpft ankommen und da stellt sich auch schon so was wie ein Zielgefühl ein.
Tag 12, Egisholz (350m) - Basel (260m) 19km
Letzter Wandertag. Nach gemütlichem Frühstück laufen wir über Nebenau, Hasenmatt, Lucke und Tüllinger nach Basel. Geschafft, 280 km zu Fuss!
Der Westweg war wirklich eine Interessante Art den Schwarzwald zu entdecken und ist auch von der Anstrengung her zu meistern. Es waren abwechslungsreich 12 Tage und ich kann mir gut vorstellen in Zukunft öfter Laufferien zu machen.
Die Wegübersicht kann man unter http://westweg.de/pdf/westweg_karte.pdf anschauen
überhaupt ist die Seite www.westweg.de sehr informativ
Mittwoch, 30. März 2011
Die letzte Woche der Welt!
Was ist das erste was man machen würde wenn jemand sagt: das ist die letzte Woche der Welt!
vielleicht ans Meer fahren, einen Freund besuchen, sich versöhnen, ein teueres Auto mieten, heiraten, Zeit mit der Familie verbringen, einen Fallschirmsprung machen, eine Reise, einen Baum pflanzen, draussen schlafen...
Dann glaube ich käme sofort bestürzende Erkenntniss. Grosses Bedauern darüber was man alles immer machen will und wofür man keine Zeit hat. Nächstes Jahr, wenn ich Rentner bin, wenn die Kinder gross sind, diesen Sommer vielleicht. Immer wird auf alles gewartet, darauf dass der grosse Moment kommt, ein Trugschluss ist es dass jemand bescheid sagt wann der Augenblick da ist um loszuleben.
Ich hab mal irgendwo gelesen dass man am Ende des Lebens weniger die Dinge bereut die man gemacht hat, als die die man versäumt hat.
Vielleicht ist es die Angst vorm unbekannten, vorm Abenteuer. Warum traut man sich nicht mehr zu, den eigenen Grenzen entsprechend natürlich. Oder setzt man sich selbst immer zu viele Grenzen. Oder es fehlt uns allen der Schneid auch mal was falsch zu machen.
Im Internet habe ich noch folgenden Ratschlag entdeckt:
ARBEITE als ob du kein Geld brauchst.
LIEBE als ob du niemals verletzt wurdest.
TANZE als ob dich niemand beobachtet.
SINGE als ob niemand zuhört.
LEBE als ob der Himmel auf Erden wäre
in diesem Sinne
Dienstag, 16. November 2010
heimwärts
Sieht so aus als ob diese langzeitaufenthalte im Ausland erst mal vorbei sind. Jetzt geht es zurück ins schöne Markgräflerland. Im Moment bin ich gerade auf zwischenstop im Baskenland und bin gleich am ersten Morgen mit ganz vielen Stichen im Gesicht aufgewacht. Das ist ja ein bisschen komisch, weil Moskitos normalerweise bei 5C und Dauerregen nicht überlebensfähig sind. Nachdem das dann nach einer kompletten Woche nicht abgeklungen ist bin ich doch mal zum Doctore gegangen. Da kam dann raus dass es SPINNENBISSE sind und ich wohl eine Allergie habe. Ach so.
Montag, 11. Oktober 2010
Sonntag, 26. September 2010
Herbst in Europa
Letztes Wochenende habe ich einen Ausflug nach San Sebastian gemacht. Da ist mir richtig bewusst geworden dass Teneriffa geografisch überhaupt nicht zu Europa gehört. Während ich bei herrlich blauem Himmel durch herabgefallene Kastanienblätter gelaufen bin, ist mir klar geworden dass diese Insel irgendwie eine Mischung zwischen Südamerika und Afrika ist. Einen Besuch in San Sebastian kann ich allerdings allen nahe legen. Ich spar es mir jetzt wieder irgendwelche Pintxo Fotos aufzutischen und lass es bei einer Abendstimmung im Hafen...
Dieser Autobahnkünstler hat übrigens gerade den Satz: Alles für´s Geld. Da muss man dass wieder als Denkanstoss nehmen und sich doch irgendwie fragen warum man dieses und jenes so macht. Nicht dass immer Geld dahinter steckt aber manchmal kommt man echt bei sich selbst in erklärungsnot...
Samstag, 11. September 2010
Papageien Palmen & Co
Neulich haben wir mal wieder einen Ausflug gemacht, und zwar in so eine unterirdische Vulkanhöhle. Das sind Kilometerlange Höhlen die enstehen wenn die 1000 Grad heisse Lawa vom Vulkan meerwärts fliesst. Das war jedenfalls recht interessant, Teneriffa hat doch so einiges zu bieten. Die Höhle hat auch kein elektrisches Licht, die ganze Gruppe geht mit Helm und Lampe los....
Übrigens, von Januar bis Juni diesen Jahres war ein Team der ARD im Loro Parque (mein Arbeitsplatz) und hat ein halbes Jahr lang eine Doku gedreht, die jetzt täglich von Montag bis Freitag um 16:10 Uhr ausgestrahlt wird. Sind echt witzige Geschichten die da über den Park gezeigt werden.
Also falls irgenjemand Zeit hat mittags Fernseh zu schauen... mehr Info gibts auch unter
http://www.daserste.de/papagei/
Übrigens, von Januar bis Juni diesen Jahres war ein Team der ARD im Loro Parque (mein Arbeitsplatz) und hat ein halbes Jahr lang eine Doku gedreht, die jetzt täglich von Montag bis Freitag um 16:10 Uhr ausgestrahlt wird. Sind echt witzige Geschichten die da über den Park gezeigt werden.
Also falls irgenjemand Zeit hat mittags Fernseh zu schauen... mehr Info gibts auch unter
http://www.daserste.de/papagei/
Donnerstag, 19. August 2010
da beisst sich die Katze in den Schwanz...
hier gebe ich mal eine Kostprobe aus dem hiessigen "Kanaren Express" und das ist kein Aprilscherz:
Puerto de la Cruz ohne Polizeiwagen
Die Stadt Puerto de la Cruz musste kürzlich ihr letztes Patrouillenfahrzeug zurückgeben.
Puerto de la Cruz - 12.08.2010 - Der Grund: Die Verträge mit dem Unternehmen, das die PKW zur Verfügung gestellt hat, sind ausgelaufen und wurden von der Stadt unter Bürgermeister Marco Brito nicht erneuert. Nun müssen die Beamten der lokalen Polizei entweder zu Fuß laufen oder im Notfall, wenn sie gerufen werden, mit ihren eigenen Privatfahrzeugen zum Einsatzort fahren. Alternativ sind noch einige Motorradpolizisten im Einsatz. Ein bedenklicher Zustand. Vor allem die Bürger in den Randbezirken fürchten, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Bislang findet die Polizeiführung noch verständnisvolle Worte für die Misere, anstatt an der Stadtführung Kritik zu üben. Ein Dauerzustand darf dies aber auf keinen Fall sein.
vielleicht sind ja in Deutschland ein paar von den grünen Autos übrig
Puerto de la Cruz ohne Polizeiwagen
Die Stadt Puerto de la Cruz musste kürzlich ihr letztes Patrouillenfahrzeug zurückgeben.
Puerto de la Cruz - 12.08.2010 - Der Grund: Die Verträge mit dem Unternehmen, das die PKW zur Verfügung gestellt hat, sind ausgelaufen und wurden von der Stadt unter Bürgermeister Marco Brito nicht erneuert. Nun müssen die Beamten der lokalen Polizei entweder zu Fuß laufen oder im Notfall, wenn sie gerufen werden, mit ihren eigenen Privatfahrzeugen zum Einsatzort fahren. Alternativ sind noch einige Motorradpolizisten im Einsatz. Ein bedenklicher Zustand. Vor allem die Bürger in den Randbezirken fürchten, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Bislang findet die Polizeiführung noch verständnisvolle Worte für die Misere, anstatt an der Stadtführung Kritik zu üben. Ein Dauerzustand darf dies aber auf keinen Fall sein.
vielleicht sind ja in Deutschland ein paar von den grünen Autos übrig
Montag, 9. August 2010
"was wolltest Du werden wenn Du gross bist?"
den Satz hab ich neulich hier am Strassenrand gelesen. Um es ein bisschen besser zu erklären, es gibt einen Künstler der wöchentlich neben der Autobahn einen Satz auf einem Schild anbringt. Und manchmal sind es richtig gute Worte, die einem ein Weilchen auf der Fahrt zu denken geben...
letztes Wochenende waren wir mit Xebers Bruder und noch einem weiteren Freund im Süden (das mit dem Süden ist jetzt auch schon wieder relativ, weil es ja doch eine relativ kleine Insel ist...)
jedenfalls wurde unter anderem der SIAM PARK besucht. Das ist ein super Wasserpark der hier zu meinem Arbeitgeber Loro Parque gehört.
ist echt eine tolle Sache wie es da auf den verschiedensten Rutschen wild bergab geht. Das Bild mit dem Drachen ist zum Beispiel ein Riesengrosser Trichter in den man auf einem Viererreifen in einem Affenzahn hineinrauscht und sich dann langsam nach unten pendelt. Ist natürlich ein Heidenspass obwohl alle kreischen als hätte ihr letztes Stündlein geschlagen (ich übrigens auch)
Dann gibt es zum Beispiel noch die Kamikaze freifallrutsche, in der man von 28m Höhe blitzschnell nach unten sausst und dann in einer Röhre verschwindet die durch ein Aquarium mit Haien führt. Das ist echt ein ganz schön spektakuläres Erlebniss....
Dann haben wir noch eine Wanderung gemacht. Da geht es vom kleinen (ehemaligen Piratendorf) Masca das im Teno Gebirge auf ca 700 m Höhe liegt los und man läuft ca 2 h steil bergab, dem Meer entgegen. Hier ist die Wochenendcrew, wenn auch auf zwei Fotos verteilt, es wurde wohl ein Gruppenfoto gemacht war aber nicht wirklich zu verwenden...
hier sieht man mich klettern, das ging ganz schön über Stock und Stein, aber um so herrlicher ist es dann wenn das Meeresrauschen auf einmal deutlich hörbar ist und man um die letzte Kurve biegt und da liegt es, unendlich blau und in der Sonne einladend glitzernd.
Damit man das dann nicht alles wieder hoch laufen muss, haben wir am Strand Seekayaks gemietet und sind damit 2,5 Stunden (gemütlich) an den berühmten "Los Gigantes" vorbeigepadelt, Felsen die an dieser Stelle bis zu 450 Meter ins Meer abfallen. Unterwegs gab es einen kleinen Stopp zum schnorcheln und kurz vorm Zielhafen haben sich dann noch Delfine zu uns gesellt. Ein wunderschöner Ausflug!
Wenn ich mir überlege was ich werden wollte wenn ich gross bin fällt mir gar nichts ein. Aber ich glaube ich wollte immer am Meer wohnen. Zur Zeit sind die Nächte herrlich lau und ich schlafe auf dem Balkon. Das ist unbeschreiblich wenn man beim Meererauschen einschläft uns 1´000´000 Sterne um die Wette zwinkern.
letztes Wochenende waren wir mit Xebers Bruder und noch einem weiteren Freund im Süden (das mit dem Süden ist jetzt auch schon wieder relativ, weil es ja doch eine relativ kleine Insel ist...)
jedenfalls wurde unter anderem der SIAM PARK besucht. Das ist ein super Wasserpark der hier zu meinem Arbeitgeber Loro Parque gehört.ist echt eine tolle Sache wie es da auf den verschiedensten Rutschen wild bergab geht. Das Bild mit dem Drachen ist zum Beispiel ein Riesengrosser Trichter in den man auf einem Viererreifen in einem Affenzahn hineinrauscht und sich dann langsam nach unten pendelt. Ist natürlich ein Heidenspass obwohl alle kreischen als hätte ihr letztes Stündlein geschlagen (ich übrigens auch)
Dann gibt es zum Beispiel noch die Kamikaze freifallrutsche, in der man von 28m Höhe blitzschnell nach unten sausst und dann in einer Röhre verschwindet die durch ein Aquarium mit Haien führt. Das ist echt ein ganz schön spektakuläres Erlebniss....Damit man das dann nicht alles wieder hoch laufen muss, haben wir am Strand Seekayaks gemietet und sind damit 2,5 Stunden (gemütlich) an den berühmten "Los Gigantes" vorbeigepadelt, Felsen die an dieser Stelle bis zu 450 Meter ins Meer abfallen. Unterwegs gab es einen kleinen Stopp zum schnorcheln und kurz vorm Zielhafen haben sich dann noch Delfine zu uns gesellt. Ein wunderschöner Ausflug!
Wenn ich mir überlege was ich werden wollte wenn ich gross bin fällt mir gar nichts ein. Aber ich glaube ich wollte immer am Meer wohnen. Zur Zeit sind die Nächte herrlich lau und ich schlafe auf dem Balkon. Das ist unbeschreiblich wenn man beim Meererauschen einschläft uns 1´000´000 Sterne um die Wette zwinkern.
Sonntag, 25. Juli 2010
vogelperspektiven
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